SEELENBRETTER – Wegweiser für Herz und Gemeinschaft
Es war eine wertvolle Zeit, darin waren sich alle einig.
Die Jubiläumsfahrt der Versmolder Hospizgruppe in die Landvolkshochschule Freckenhorst Mitte August hat Ehrenamtliche und Hauptamtliche einander nähergebracht und die Gruppe spürbar zusammenwachsen lassen.
Neben kreativer Arbeit blieb viel Raum für Gespräche, Begegnungen, gemeinsames Lachen und persönliche Momente.
Im Mittelpunkt des Wochenendes stand der Workshop „Seelenbretter“. Diese bemalten Holzbretter gehen auf ein altes Brauchtum rund um Tod, Abschied und Erinnerung zurück. Heute können sie zu persönlichen Zeichen für das werden, was Menschen trägt: Werte, Hoffnung, Erinnerung und Kraft.
Begleitet von der Kunstpädagogin Nicola Steffen setzten sich die Teilnehmerinnen mit Farben, Formen, Symbolen und verschiedenen Materialien auseinander. Nach einer Einführung in die experimentelle Acrylmalerei gestaltete jede ein eigenes Holzbrett – frei, spontan und mit dem Blick auf die Frage: Was gibt mir Halt? So entstanden ganz unterschiedliche Seelenbretter: farbig, persönlich und berührend.
Die gemeinsame Betrachtung der Werke wurde zu einem besonderen Moment der Wertschätzung, des Staunens und des Teilens. Auch das übrige Programm trug zur guten Atmosphäre bei: der freundliche Empfang und die fantastische Verpflegung in der Unterkunft, die bewegende Führung durch den FriedWald, ein gemeinsamer, leichter Abend im Garten, die kreative Arbeit am Samstag sowie eine Abschlussrunde. Ohne ganz festen Blick auf den Zeitplan stand vor allem das Miteinander im Vordergrund.
Die Jubiläumsfahrt anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Hospizgruppe wurde damit weit mehr als ein kreativer Kurs. Sie bot Raum zum Durchatmen, Erinnern, Gestalten und Begegnen. Die Seelenbretter bleiben als sichtbare Zeichen dieser gemeinsamen Erfahrung – und als Erinnerung daran, dass Verbundenheit wachsen kann, wenn Menschen sich Zeit füreinander nehmen.

