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FESTAKT AM 12. JULI – Wir feiern unser 25-jähriges Jubiläum.

Ein Vierteljahrhundert Hospizarbeit liegt hinter uns - eine lange und bedeutsame Zeit.

 

Dieses Jubiläum möchten wir mit unseren Mitgliedern, Wegbegleitern, Netzwerkpartnern und Unterstützern feiern. 

Sollten Sie versehentlich keine Einladung erhalten haben, freuen wir uns über Ihre Anmeldung bis spätenstens zum 2. Juli 2026.

 

 

 

Wie alles begann.

 

Die Anfänge unseres Vereins reichen zurück ins Jahr 2001 – eine Zeit, in der sich acht engagierte Menschen aus Versmold voller Pioniergeist und Tatendrang dem Thema Hospizarbeit widmeten. Gemeinsam gründeten sie einen Hospizarbeitskreis, um Hoffnung zu schenken und betroffenen Menschen beizustehen. 

Noch im selben Jahr meisterten sie den Hospizhelferkurs beim Hospiz- und Palliativ-Verein in Gütersloh – ein bedeutsamer Schritt auf dem Weg, für andere da zu sein.

 

 

 

 Wie alles begann Bild Quelle: Haller Kreisblatt, 8.5.2001

 

 

 

Und wenn es nur EINER gewesen wäre …

 

von Kirsten Potz

 

Es wäre all das wert gewesen: das anfängliche Suchen nach Vorbildern, die Kontaktaufnahme mit bereits erfahrenen Gruppen und Expertinnen und Experten, die Schritte in die Öffentlichkeit, um zu erklären, warum Sterben und alles rund ums Ende eines Menschenlebens aus der Tabu-Zone geholt werden muss, das Werben um Mitstreiter für würdevolles, gut begleitetes, so weit wie möglich selbstbestimmtes Leben bis zum Schluss, die Schulungen von Menschen zu Hospizhelferinnen und Hospizhelfern, intensive Supervisionen und kollektive Beratung in der Gruppe, die vielen Stunden an fremden Betten, in fremden Häusern, bei Todkranken, von Sorgen Geplagten, Trauernden, Verzagten, Verzweifelten, Mühseligen und Beladenen.

 

All das wäre es wert gewesen, wenn es nur einem einzigen Menschen geholfen hätte, wenn nur einer getröster gestorben wäre, eine Familie seelischen Halt gefunden hätte oder eine Person zuversichtlicher die wohl schwerste Phase im Leben eines Angehörigen begleiten konnte. Aber es waren viele, viele mehr in den vergangenen 25 Jahren!

 

Dass Angehörige aufatmen können, weil jemand sie für die Dauer eines Besuchs entlastet und auch für sie ein offenes Ohr hat, dass Menschen da sind, die aufmerksam zuhören und schweigen können, die Lebensgeschichten, Wünsche und Bedürfnisse sensibel wahrnehmen, die mit Worten und Gesten und mit ihrer Zeit einfach da sind und seelischen und oft auch geistlichen Beistand leisten – das ist ein wertvoller Beitrag für das Leben aller Bürgerinnen und Bürger in der Stadt. Und es verdient großen Dank!

 

Als Mitglied habe ich die Entwicklung von den ersten Anfängen an miterlebt und unterstützt und verfolge sie auch über meine Versmolder Zeit hinaus. Nach anfänglicher Skepsis hat es sich herumgesprochen, dass auch das Sterben Teil des Lebens ist, dass sich Schmerzen und Ängste lindern lassen.

 

Dass es keine Schande ist, die Angebote der Hospizgruppe anzunehmen, auch. Diese gehen weit über die Sterbe- und Trauerbegleitung hinaus und umfassen auch Informationen zur Patientenverfügung sowie Letzte-Hilfe-Kurse und Hospizhelferkurse. 

 

Ich bin zutiefst dankbar für alle, die die Hospizgruppe unterstützt und stark gemacht haben und sich so für ein Sterben in Würde und mit Lebensqualität einsetzen: all die Förderer, vor allem natürlich die aktiven, ehrenamtlichen Hospizhelferinnen und -helfer! Ich wünsche der Hospizgruppe Versmold weiterhin segensreiches Wirken und Gottes Segen für alle, die daran beteiligt sind.